Was will ich wirklich?
Haben Sie sich diese Frage auch schon einmal gestellt? Vielleicht sogar häufiger oder gar täglich? Ist Ihnen daraufhin gleich eine passende Antwort eingefallen? Nein, nicht wirklich?
So ging es mir auch. Bis ich mich vor einigen Jahren irgendwann fragte, woran es denn überhaupt liegt, dass ich zwar wusste, was ich nicht wollte, mir jedoch nicht im Klaren darüber war, was ich mir wirklich wünschte.
Auf dem Weg zu mir selbst stieß ich auf einmal auf meine Glaubenssätze. „Du bist zu klein und zu dumm, lass das lieber!“, hallte in mir nach und „Kinder die was wollen, kriegen was auf die Bollen!“
Kommt Ihnen das oder Ähnliches auch bekannt vor?
In unserer Kindheit wuchsen wir nicht selten mit diesen und anderen Sätzen auf und dann wundern wir uns heute, wenn wir im „hohen“ Erwachsenenalter nicht ganz genau wissen, was wir wirklich wollen?
Es liegt in der Natur der Dinge, dass wir uns schon seit damals an den Aussagen der Erwachsenen orientierten. Die mussten es ja schließlich besser wissen, denn sie waren doch schon so groß und sehr wissend, dachten wir zumindest.
Und nun sind wir auch schon so groß und stellen fest, dass wir uns plötzlich wieder ganz klein und verunsichert fühlen, bei der aufkommenden Frage, was für uns wirklich gut und richtig ist.
Okay, die Ursache dafür haben wir nun schon einmal erkannt, doch wie können wir jetzt wissen, was wir wirklich wollen?
Möchten Sie einen Tipp von mir? Experimentieren Sie!
Fangen Sie wieder so frei wie ein offenes Kinderherz an, spielerisch Ihren Tag, Ihren Feierabend oder einfach nur eine Stunde am Tag für sich alleine zu gestalten.
Das möchte vielleicht erst einmal geübt werden. Wichtig ist auf jeden Fall der erste Schritt. Ob es nun ein Spaziergang an der frischen Luft ist, ein Kinobesuch, eine kreative Tätigkeit oder ein gutes Buch, völlig gleich, Sie können einfach erst einmal damit beginnen heraus zu finden, was Ihnen wirklich Freude bereitet.
Sie dürfen ins Fühlen kommen und sich selbst wahrnehmen und beobachten, wie Ihr Herz bei der einen oder anderen Tätigkeit ins Hüpfen und Jauchzen kommt.
Ganz gleich, was es ist, versuchen Sie die Dinge spielerisch und mit einer Leichtigkeit zu betrachten, ohne gleich den Anspruch zu haben, dass Sie nun schon ganz genau wissen müssen, was Sie tatsächlich wollen. Es geht in erster Linie überhaupt erst einmal darum, dass Sie Freude und Spaß für sich empfinden.
Wenn Sie dann noch die Bewertung Ihrer neuen Aktivität gänzlich außer Acht lassen, können Sie Ihre Experimente so richtig gut genießen.
Der hartnäckige Verstand wird sich höchstwahrscheinlich früher oder später melden und mit seinem Bewertungssystem dann doch wieder einschreiten wollen. Doch dem dürfen Sie gern Einhalt gebieten. Jetzt sind Sie dran, nicht Ihr Verstand! Es geht um`s Spaß und Freude haben wollen- und das ist Ihr gutes Recht.
Angenommen, Sie haben nun herausgefunden, was Ihnen gut getan hat, dann dürfen Sie sich von jetzt an fragen, welchen Herzenswunsch Sie tatsächlich haben.
Stellen Sie sich vor, Sie wären bei „Wünsch Dir was!“ Weder Geld, Zeit noch Raum spielen eine Rolle. Sie alleine sind die Königin in Ihrem Reich und Sie können entscheiden, was Sie wirklich wollen. Na, wie fühlt sich das an?
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:
- Sie fühlen sich gut? Dann öffnen Sie sich bitte noch viel weiter für Ihren Herzenswunsch.
- Ihr Verstand rebelliert und sagt Ihnen, dass das doch alles so schon gar nicht geht?
Dann nehmen Sie ihn bitte einfach an die Hand und gehen mit ihm zu Ihrem Herzen, denn das ist jetzt dran.
Kennen Sie das Sprichwort: „Jeder ist seines Glückes Schmied?“
Ist Ihnen dann auch so richtig bewusst, dass Sie Schöpfer Ihrer eigenen Realität sind?
Das bedeutet, dass erst wenn Sie es sich wert sind, sich selbst liebevoll und gut zu behandeln, erst dann sich auch die Liebe und Freude in Ihrem Leben einstellen kann.
Und wenn nun bei Ihnen ein „schlechtes Gewissen“ kommt, und Sie sich fragen, ob Sie sich das alles auch wirklich gestatten können, möchte ich Sie an Folgendes erinnern.
Riesengroß ist das Geschenk, das Sie Ihrer Familie, Freunden und Arbeitskollegen bereiten, wenn Sie vor Glück und Freude von innen heraus strahlen. Denn das überträgt sich auf alle anderen.
Ich wünsche Ihnen alles Liebe und viel Spaß beim Experimentieren.
Ihre Kirsten Jebsen